Chiemsee Freizeit der ambulanten Dienste Nürnberg-Fürth
Oder: „Wann er mit seiner Wampen kannt….“

Die Freizeit 2017 führte uns an den schönen Chiemsee im bayerischen Voralpenland. Nach einer ca. vierstündigen Fahrt kamen wir auf dem Jugendzeltplatz des KJR Traunstein an, wo wir am Nachmittag unsere Zelte aufschlugen. Da wir einen eigenen Küchenbereich mit großzügigem Lagerraum zur Verfügung hatten, konnten wir es uns richtig bequem machen. Alle gemeinsam machten wir einen Essensplan und starteten anschließend einen großen Ersteinkauf, um uns für die kommenden Tage zu versorgen. Abends wurde dann zusammen gekocht und Pläne für die Freizeit geschmiedet. Das kochen und abspülen klappte zur Freude aller auch die anderen Tage ohne einen festen Plan, jeder fühlte sich mitverantwortlich und packte mit an. Angenehm erschöpft ließen wir den ersten Tag ausklingen. Noch war die erste Nacht etwas frisch, doch das sollte sich von Tag zu Tag bessern. Auch war es für unsere Jugendlichen ungewohnt, jeweils zu zweit in einem Zelt auf einer Isomatte statt im heimischen Bett zu schlafen, nach der ersten, etwas unruhigen Nacht konnten sich jedoch alle mit der neuen Schlafsituation arrangieren. Schön war auch die Nähe zum Chiemsee, ein kleiner Spaziergang und man befand sich am „bayrischen Meer“ mit der schönsten  Aussicht auf die Berge.
Der zweite Tag führte uns von Bernau aus mit dem Schiff auf die Insel Herrenchiemsee, wo wir das Schloss von Ludwig dem II besuchen durften. Man kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus vor all dem Prunk und der Pracht. Unsere Jugendlichen ließen es sich auch nicht nehmen, das im Schloss untergebrachte König-Ludwig Museum mit anzusehen und schließlich auch das Augustiner Chorherrenstift, wo 1948 der Konvent zur Entwicklung des dt. Grundgesetzes tagte. Berauscht von so vielen Eindrücken hatte man sich die Stärkung im nahen Biergarten redlich verdient. Diesen Abend ließen wir gemeinsam am Lagerfeuer mit guten Geschichten und Musik zu Ende gehen. Um für den morgigen Tag, an dem die Wanderung anstand, fit zu sein, gingen wir alle relativ früh ins Bett.
Am nächsten Tag widmeten wir uns der Besteigung der Kampenwand. Von Aschau aus machten wir uns auf den Weg. Alle waren guter Dinge und die Wetterverhältnisse  hervorragend. Die überwiegend „bergunerfahrenen“ Jugendlichen gingen das Ganze zwar etwas zu schnell an, aber nach einiger Zeit fand man das richtige Tempo und die Geduld, die man einfach am Berg braucht. Ganz stolz darf unser Michael B. auf sich sein, der sich tapfer Höhenmeter um Höhenmeter hochschraubte und schließlich überglücklich die Steinling-Alm unterhalb der Felszacken der Kampenwand erreichte. Nach einer Brotzeit ging es dann verdienterweise mit der Gondel nach unten. Die Kräfte waren aufgebraucht und verzehrt.
Danach reichte es nur noch zu einer kleinen Schwimmeinlage am Bayerischen Meer. Den Abend ließen wir dann ausklingen bei gemütlichem Stockbrotessen am Lagerfeuer. Viel hatte man sich zu erzählen über den grandiosen Bergtag.
Am nächsten Tag musste dann auch schon wieder gepackt werden und es ging auf die Heimreise. Leider mit viel Verkehr und Staus diesmal. Aber nach diesen erlebnisreichen Tagen ließ sich das gut ertragen. [Bilder]

 

MOB Freizeit 2017