Chronik

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Kurze Vorgeschichte:

1982
meldete der Vorgängerverein „Verein für soziale Dienste e.V." aufgrund eines nicht gedeckten Versicherungsschadens Konkurs an. Um ihre pädagogische Arbeit in Wohngruppen als bewusste Alternative zur damalig üblichen Heimerziehung fortsetzen zu können, bemühen sich die Mitarbeiter in Eigeninitiative darum, für die Wohngruppen Fürth und Röttenbach einen neuen Träger zu finden. Mit der Initiative für familienähnliche Kleinstheime (IFK e.V.) wird eine Einigung zur Übernahme der Trägerschaft erzielt und in den folgenden zwei Jahren wird die pädagogische Arbeit unter dem Dach von IFK e.V. fortgesetzt. In diese Zeit fällt die Idee, ein Projekt „Betreutes Wohnen" und ein Arbeitsprojekt für Jugendliche aufzubauen. Es zeigte sich aber, dass die verschiedenen pädagogischen und strukturellen Auffassungen der „alten" IFK-Mitarbeiter und der neu Hinzugekommenen auf Dauer nicht in Einklang zu bringen sind. Gemeinsam wird beschlossen, dass sich die 1983 aufgenommenen Projekte mit Hilfe eines neuen Trägervereines wieder selbstständig machen.

02.07.1984
Gründungsversammlung des Vereins.
In den folgenden Monaten werden die Modalitäten für die Übernahme der Einrichtungen, Aufnahme DPWV etc. geklärt.

1985
Zum 01.01.1985 gehen die bisher von der Initiative für familienähnliche Kleinstheime (IFK e.V.) betriebenen Einrichtungen WG Fürth und WG Röttenbach sowie das im Aufbau befindliche Projekt „Betreutes Jugendwohnen und Arbeiten" (BJWA) in die Trägerschaft von vsj e.V. über. Mit dem BJWA beschreitet der vsj in Nürnberg neue Wege in der Jugendhilfe.

Die Aufbauarbeit für das Arbeitsprojekt wird abgebrochen, da in Nürnberg zeitgleich ein anderer Träger mit der Eröffnung eines Ausbildungszentrums das gleiche Klientel anspricht.

1986
Der Verein beschließt eine neue heilpädagogische Wohngruppe mit 6 Plätzen in Coburg aufzubauen. Die Suche nach geeigneten Räumen gestaltet sich sehr schwierig und erst die Entscheidung, ein Haus zu kaufen ermöglicht die Realisierung.

Durch eine Initiative des Kreisjugendringes wird der Arbeitskreis kleiner Heime gegründet und entwickelt sich zu einem wichtigen Informations- und Diskussionsforum für die Jugendhilfe in Nürnberg.

1987
werden das Konzept für die WG Coburg fertiggestellt und die Umbaumaßnahmen abgeschlossen. Ende des Jahres werden die ersten Jugendlichen aufgenommen.

Immer wieder wird die Frage diskutiert, welche Leitungsmodelle zur Struktur des vsj passen. Die über die Jahre hinweg oft sehr leidenschaftlich geführte Diskussion führt zu einer strukturellen Reform mit der Einführung eines Leitungsteams. Von der personellen Zusammensetzung bis hin zu einer eigenen Geschäftsordnung entwickelt sich das Leitungsteam zu dem Gremium innerhalb des Vereins, das die Interessen der Einrichtungen mit den Interessen des Gesamtvereines koordiniert und alle wichtigen Vorhaben vorbereitet bzw. entscheidet.

1988
konsolidieren sich die Projekte BJWA und WG Coburg konzeptionell und personell, wenn auch die aktuelle Wohnungsknappheit dem Verein große Sorgen bereitet, da trotz guter Nachfrage lange Zeit keine Aufnahmen getätigt werden können. Mit der Zeit können sich die Mitarbeiter durch ihre gute Arbeit Kontakte verschaffen, die das „Wohnungsproblem" dauerhaft entschärfen.

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